Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut im Pferdehuf und einer der gefürchtetsten Notfälle beim Pferd. Im schlimmsten Fall dreht oder senkt sich das Hufbein, was bleibende Schäden hinterlässt. Die Akutbehandlung kostet meist 100 bis 400 Euro, dazu kommen Röntgen und ein Spezialbeschlag. Weil Hufrehe oft wiederkehrt und häufig auf einer Stoffwechselerkrankung beruht, wird sie schnell zum dauerhaften Kostenfaktor. Beim kleinsten Verdacht gilt: sofort den Tierarzt rufen.

KURZER ÜBERBLICK
  • Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut und immer ein Notfall. Beim kleinsten Verdacht sofort den Tierarzt rufen.
  • Warnzeichen: klammer, trippelnder Gang, warme Hufe, verstärkter Puls an den Fesseln und die typische Entlastungshaltung mit vorgestreckten Vorderbeinen.
  • Häufigste Ursachen sind zu viel Zucker und Stärke im Futter sowie Stoffwechselerkrankungen wie EMS und Cushing.
  • Die Akutbehandlung kostet meist 100 bis 400 Euro, Röntgen und Klinik 300 bis 1.000 Euro, ein Spezialbeschlag 200 bis 500 Euro pro Besuch.
  • Chronische Hufrehe erfordert lebenslange Pflege. Eine Pferdekrankenversicherung kann die Tierarztkosten je nach Tarif übernehmen. Wir bei hey malu. vergleichen für dich.
Hufrehe beim Pferd: Person untersucht den Huf eines Pferdes

Ratgeber-Inhalt

Was ist Hufrehe?

Hufrehe ist eine schmerzhafte, nicht durch Keime verursachte Entzündung der Huflederhaut. Diese Lederhaut verbindet das Hufbein mit der Hufwand und hält es sicher im Huf. Bei einer Rehe ist die Durchblutung gestört und die Verbindung entzündet. Löst sie sich, kann sich das Hufbein drehen (Rotation) oder absinken. Das ist extrem schmerzhaft und kann bleibende Schäden verursachen. Deshalb ist Hufrehe immer ein Notfall.

Warnsignale: Wie erkenne ich Hufrehe?

Je früher du eine Hufrehe erkennst, desto besser die Prognose. Achte auf diese Anzeichen:

Hufrehe ist immer ein Notfall.
Aus einer leichten Entzündung kann in wenigen Stunden eine chronische Hufrehe mit bleibendem Schaden werden. Ruf beim kleinsten Verdacht sofort den Tierarzt, stell dein Pferd auf weichen Boden und kühle die Hufe mit kaltem Wasser, bis er da ist. Gib niemals Medikamente ohne Absprache.

Welche Ursachen hat Hufrehe?

Die Auslöser sind vielfältig und oft kombiniert. Die wichtigsten:

Was kostet die Behandlung?

Hufrehe ist selten mit einem Termin erledigt. Zur Akutbehandlung kommen Diagnostik, der Spezialbeschlag und bei einer Stoffwechselerkrankung dauerhafte Medikamente.

Posten Kosten (Richtwert)
Akutbehandlung (Notfall-Tierarzt, Schmerzmittel) 100 bis 400 €
Röntgen und stationäre Behandlung 300 bis 1.000 €
Spezialbeschlag (Rehebeschlag) pro Besuch 200 bis 500 €
Medikament bei Cushing (monatlich, dauerhaft) 60 bis 120 €

Der eigentliche Kostentreiber ist die Dauer: Ein Rehepferd braucht den Hufschmied alle sechs bis acht Wochen, dazu oft laufende Medikamente und Kontrollen. Über die Jahre summiert sich das schnell in den vierstelligen Bereich. Wie sich das in die Gesamtkosten einordnet, zeigt unser Ratgeber Was kostet ein Pferd?.

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Wie wird Hufrehe behandelt?

Die Behandlung hängt vom Stadium und der Ursache ab und braucht Tierarzt und Hufschmied im Team:

Wichtig zu wissen: Es gibt kein Medikament, das Hufrehe heilt. Es geht darum, die Entzündung zu stoppen, Schmerzen zu lindern und die Ursache zu beseitigen. Ein einmal an Rehe erkranktes Pferd bleibt anfällig, chronische Fälle brauchen ein Leben lang konsequentes Management.

Wie kann ich Hufrehe vorbeugen?

Vorbeugen ist bei Hufrehe entscheidend, denn die Ursachen sind oft hausgemacht:

Ehrlicher Tipp von hey malu.
Warte bei Reheverdacht keine Minute, jede Stunde entscheidet über die Prognose. Und denk daran: Einmal diagnostiziert gilt Hufrehe als Vorerkrankung und ist später schwer zu versichern. Wenn du absichern willst, tu das, solange dein Pferd gesund ist. Die beste Vorsorge kostet nichts extra: passendes Futter, Bewegung und ein Auge auf das Gewicht.

Zahlt die Versicherung die Hufrehe-Behandlung?

Eine Pferdekrankenversicherung kann je nach Tarif die Tierarztkosten übernehmen, also ambulante und stationäre Behandlungen, Medikamente, Labor und Röntgen. Zwei Dinge solltest du wissen: Der Spezialbeschlag beim Hufschmied ist meist nicht versichert, weil er keine tierärztliche Leistung ist. Und eine bereits bestehende Hufrehe gilt als Vorerkrankung und ist in der Regel vom Schutz ausgeschlossen. Deshalb lohnt sich der Abschluss, solange dein Pferd gesund ist.

Achte beim Vergleich auf die Selbstbeteiligung, also den Anteil, den du im Schadenfall selbst trägst, die Wartezeit und den abgedeckten GOT-Satz. Wir bei hey malu. versichern dich nicht selbst. Wir vergleichen für dich die passenden Tarife und finden den Schutz, der zu deinem Pferd passt. Mehr dazu auf unseren Seiten zur Pferdekrankenversicherung und zur Pferde-OP-Versicherung. Was ein anderer teurer Pferde-Notfall kostet, liest du in unserem Ratgeber zur Kolik-OP beim Pferd.

Häufige Fragen zur Hufrehe

Wie erkenne ich Hufrehe beim Pferd?

Typische Anzeichen sind ein klammer, trippelnder Gang, warme Hufe, ein verstärkter Puls an den Fesseln und die Entlastungshaltung mit vorgestreckten Vorderbeinen. Bei Verdacht sofort den Tierarzt rufen.

Was kostet die Behandlung einer Hufrehe?

Die Akutbehandlung kostet meist 100 bis 400 Euro, Röntgen und Klinik 300 bis 1.000 Euro und ein Spezialbeschlag 200 bis 500 Euro pro Besuch. Bei chronischen Fällen summieren sich die Kosten über die Jahre.

Was sind die häufigsten Ursachen für Hufrehe?

Am häufigsten sind zu viel Zucker und Stärke im Futter sowie Stoffwechselerkrankungen wie EMS und Cushing. Dazu kommen Überbelastung und Vergiftungen.

Ist Hufrehe heilbar?

Eine akute Hufrehe kann bei schneller Behandlung ausheilen. Chronische Hufrehe lässt sich meist nicht heilen, aber mit gutem Management kontrollieren, sodass das Pferd schmerzfrei bleibt.

Zahlt die Pferdekrankenversicherung Hufrehe?

Je nach Tarif übernimmt sie die Tierarztkosten. Der Hufschmied-Spezialbeschlag ist meist nicht versichert, und eine bestehende Hufrehe gilt als Vorerkrankung. Deshalb früh abschließen.

Pferd vor einer petrolfarbenen Fläche
PFERDEKRANKENVERSICHERUNG

Chronische Kosten absichern

Hufrehe ist selten mit einem Termin vorbei. Diagnostik, Medikamente und wiederkehrende Behandlungen summieren sich über Jahre. Eine Pferdekrankenversicherung übernimmt die Tierarztkosten je nach Tarif, damit du im Sinne deines Pferdes entscheiden kannst. Wir bei hey malu. vergleichen die Tarife für dich.

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