Zuletzt aktualisiert am 29. Juli 2026

Krallenschneiden ist eines der Themen, bei denen viele Halter unsicher sind, und das zu Recht: Man kann dabei etwas falsch machen. Die gute Nachricht vorweg. Erstens braucht längst nicht jede Katze geschnittene Krallen. Freigänger regeln das meistens selbst, Wohnungskatzen und ältere Katzen dagegen oft nicht. Zweitens ist die eigentliche Gefahr klar benennbar und damit vermeidbar: In jeder Kralle steckt ein durchblutetes „Leben“, und wer weiß, wo es sitzt, schneidet sicher. Und drittens ist die wichtigste Kralle ausgerechnet die, die man leicht übersieht.

KURZER ÜBERBLICK

  • Eine Katze hat in der Regel 18 Krallen: fünf an jeder Vorder-, vier an jeder Hinterpfote.
  • Freigänger nutzen ihre Krallen meist von allein ab. Wohnungskatzen und Senioren brauchen häufiger Hilfe.
  • Geschnitten wird nur die durchsichtige Spitze, mit deutlichem Abstand zum rosa durchscheinenden Leben.
  • Die Daumenkralle an der Vorderpfote hat keinen Bodenkontakt und wächst deshalb besonders leicht ein.
  • Eine eingewachsene, entzündete Kralle ist kein Pflegethema mehr, sondern ein Fall für den Tierarzt.
Person hält behutsam die Pfote einer entspannten Katze, um ihr die Krallen zu schneiden

Muss das überhaupt sein?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Katzenkrallen wachsen ein Leben lang nach, ähnlich wie unsere Fingernägel. Ob sie zu lang werden, hängt davon ab, wie stark sie sich abnutzen.

Freigänger klettern, springen und laufen über raue Böden. Sie halten ihre Krallen dabei fast immer von selbst in Form. Hier schneidet man in der Regel nicht, sondern schaut nur hin und wieder nach.

Wohnungskatzen bewegen sich auf Teppich, Laminat und Sofa. Wenn der Kratzbaum wenig genutzt wird, fehlt der Abrieb, und die Krallen werden mit der Zeit zu lang.

Ältere Katzen sind die wichtigste Gruppe. Sie bewegen sich weniger, kratzen seltener, und mit Gelenkbeschwerden fällt das Strecken am Kratzbaum schwer. Gleichzeitig werden die Krallen im Alter dicker und brüchiger. Bei Senioren gehört ein Blick auf die Pfoten deshalb zur Routine.

Als Faustregel: Bei Wohnungskatzen und älteren Katzen alle vier bis sechs Wochen die Pfoten anschauen. Nicht jedes Mal schneiden, sondern erst prüfen, ob es überhaupt nötig ist. Bei Freigängern reicht ein gelegentlicher Blick, vor allem auf die Daumenkralle.

Wie viele Krallen hat eine Katze?

Die übliche Antwort lautet 18, und sie stimmt für die allermeisten Katzen. Die Verteilung ist aber ungleich:

Pfote Anzahl Krallen
Vorderpfote links 5 (vier plus Daumenkralle)
Vorderpfote rechts 5 (vier plus Daumenkralle)
Hinterpfote links 4
Hinterpfote rechts 4
Gesamt 18

Die fünfte Kralle an der Vorderpfote sitzt etwas weiter oben an der Innenseite, ähnlich wie unser Daumen. Sie heißt Daumen- oder Afterkralle und hat keinen Kontakt zum Boden. Genau das macht sie so wichtig: Sie nutzt sich nicht ab und ist deshalb die Kralle, die am häufigsten zu lang wird und einwächst. Wenn du nur eine Kralle kontrollierst, dann diese.

Manche Katzen haben mehr Zehen als üblich, das nennt sich Polydaktylie und ist meist harmlos. Diese Katzen haben dann auch mehr Krallen, und die zusätzlichen sitzen oft ungünstig. Hier lohnt eine besonders regelmäßige Kontrolle.

Praktischer Merksatz fürs Kontrollieren: vorne fünf, hinten vier. Die fünfte vorne ist die höher sitzende Daumenkralle, die du beim schnellen Blick leicht übersiehst, und genau die macht am häufigsten Probleme.

Woran du zu lange Krallen erkennst

Katzen können ihre Krallen einziehen, deshalb sieht man das Problem nicht immer sofort. Auf diese Zeichen kannst du achten:

Klackern auf hartem Boden. Wenn du deine Katze über Fliesen oder Laminat laufen hörst, sind die Krallen zu lang.
Hängenbleiben in Decken, Teppichen, Polstern oder Kratzbaum.
Sichtbar gebogene Krallen, die sich schon in Richtung Ballen krümmen.
Vermehrtes Lecken an einer Pfote oder Schonhaltung beim Laufen.
Rötung oder Schwellung am Ballen, vor allem im Bereich der Daumenkralle.

Ein einfacher Test: Stell deine Katze auf eine ebene, feste Fläche und schau dir die Pfoten von der Seite an. Berühren die Krallenspitzen im entspannten Stand schon den Boden oder biegen sie sich zur Seite, sind sie zu lang.

Wo das Leben in der Kralle sitzt

Das ist der Teil, den du unbedingt verstanden haben solltest, bevor du zur Schere greifst. Eine Katzenkralle besteht aus zwei Bereichen:

Die durchsichtige Spitze. Sie besteht nur aus Horn, ist gefühllos und darf gekürzt werden.
Das Leben. Der innere Teil enthält Blutgefäße und Nerven. Bei hellen Krallen schimmert er rosa durch. Wird er verletzt, blutet es und tut weh.

Der wichtigste Sicherheitsabstand: Schneide immer nur die klare, durchsichtige Spitze ab und halte dabei deutlich Abstand zum rosa Bereich, mindestens ein bis zwei Millimeter. Bei dunklen Krallen ist das Leben nicht zu sehen. Dann gilt: lieber in mehreren winzigen Schritten kürzen und nach jedem Schnitt auf die Schnittfläche schauen. Sobald dort in der Mitte ein dunklerer, feuchter Punkt erscheint, bist du nah am Leben und hörst auf.

Die Krallen deiner Katze Schritt für Schritt schneiden

Wenn du die Krallen deiner Katze schneiden willst, kommt es vor allem auf drei Dinge an: das richtige Werkzeug, den richtigen Moment und einen sicheren Abstand zum durchbluteten Leben. Nimm dir Zeit, lieber eine Kralle in Ruhe als alle achtzehn unter Stress.

Das richtige Werkzeug

Nimm eine Krallenschere oder Krallenzange für Katzen. Eine normale Nagelschere für Menschen ist ungeeignet, weil sie die Kralle eher quetscht als schneidet und dadurch splittern lässt. Das Werkzeug sollte scharf sein, ein stumpfes ist die häufigste Ursache für ausgefranste Krallen. Leg dir ein blutstillendes Mittel aus der Tierapotheke bereit, bevor du anfängst, nicht erst, wenn es nötig ist.

Der richtige Moment

Warte, bis deine Katze von selbst entspannt ist, am besten in einer Dösephase auf dem Schoß. Eine Katze, die man erst einfangen muss, ist der schlechteste Startpunkt. Zu zweit geht es oft leichter: einer hält und krault, einer schneidet.

So gehst du vor

1. Pfote in die Hand nehmen. Ruhig, ohne Festhalten mit Gewalt.
2. Kralle ausfahren. Drücke Zehe von oben und unten sanft zusammen, dann kommt die Kralle von selbst heraus.
3. Anschauen. Wo endet das rosa Leben, wo beginnt die klare Spitze?
4. Schneiden. Nur die Spitze, in einem Zug, mit Abstand zum Leben. Setze die Schere so an, dass du von oben nach unten schneidest, nicht seitlich.
5. Aufhören, wenn es reicht. Eine einzige Kralle pro Sitzung ist völlig in Ordnung. Es gibt keinen Grund, alle achtzehn an einem Tag zu schaffen.
6. Belohnen. Danach ein Leckerli oder eine Streicheleinheit. So verknüpft deine Katze die Pfotenberührung mit etwas Angenehmem, und beim nächsten Mal wird es leichter.

Wenn deine Katze das gar nicht mitmacht: Zwing sie nicht. Der Stress ist es nicht wert, und die Verletzungsgefahr steigt für beide Seiten. Fang stattdessen ganz klein an, indem du über Wochen nur die Pfoten anfasst und belohnst, ohne zu schneiden. Und wenn es trotzdem nicht klappt, ist das kein Versagen: Tierarztpraxis und viele mobile Tierpflegedienste erledigen das in wenigen Minuten routiniert.

Wenn es doch mal blutet

Es passiert selbst erfahrenen Haltern. Wichtig ist, dass du dann ruhig bleibst, denn deine Katze orientiert sich an dir.

Druck ausüben. Halte ein sauberes Tuch oder eine Kompresse für ein bis zwei Minuten fest auf die Krallenspitze.
Blutstiller anwenden. Blutstillendes Pulver oder ein entsprechender Stift aus der Tierapotheke wirkt schnell.
Ruhe geben. Beende die Sitzung, auch wenn noch Krallen offen sind.
Beobachten. Kleine Blutungen stoppen meist innerhalb weniger Minuten.

Zum Tierarzt gehst du, wenn die Blutung nach etwa zehn Minuten Druck nicht steht, wenn die Kralle abgerissen oder tief eingerissen ist, wenn deine Katze die Pfote anhaltend schont oder wenn sich die Stelle in den Tagen danach rötet, schwillt oder nässt. Das kann auf eine Entzündung hindeuten und gehört behandelt.

Eingewachsene Kralle: hier hört Pflege auf

Wird eine Kralle nicht gekürzt und nutzt sich nicht ab, wächst sie im Bogen weiter, bis sie in den Ballen sticht. Das ist schmerzhaft und passiert am häufigsten bei der Daumenkralle und bei älteren Katzen.

Typische Zeichen sind Humpeln, anhaltendes Lecken an einer Pfote, eine geschwollene oder gerötete Stelle am Ballen, Berührungsempfindlichkeit und im fortgeschrittenen Fall eine offene, nässende Wunde. Weil Katzen Schmerzen gut verbergen, fällt es oft erst spät auf.

Das ist kein Fall für die Krallenschere zu Hause. In der Praxis wird die Kralle fachgerecht gelöst und gekürzt, die Wunde gereinigt und versorgt. Je nach Entzündung kommen Schmerzmittel und ein Antibiotikum dazu, und wenn die Katze vor Schmerz nicht mitmacht, ist eine leichte Sedierung nötig.

Vorbeugen ist zum Glück einfach: Weil fast immer die Daumenkralle betroffen ist, genügt es meist, genau diese alle paar Wochen zu kontrollieren und rechtzeitig zu kürzen, bevor sie sich in den Ballen krümmt.

Je früher du eine eingewachsene Kralle bemerkst, desto einfacher ist die Behandlung. Warte damit also nicht ab, sondern lass die Pfote zeitnah anschauen.

Kratzbaum und natürlicher Abrieb

Am besten ist es, wenn du gar nicht erst schneiden musst. Kratzen ist für Katzen kein Unfug, sondern ein Grundbedürfnis: Sie markieren damit, strecken sich, und dabei lösen sich die alten Krallenhüllen ab.

Wenn du am Kratzbaum kleine, sichelförmige Hornschalen findest, ist das keine verlorene Kralle, sondern die abgestreifte alte Schicht. Darunter kommt die frische Krallenspitze zum Vorschein. Das ist völlig normal.

Damit das funktioniert, braucht der Kratzbaum die richtige Aufstellung: stabil genug, dass er beim Kratzen nicht wackelt, hoch genug für eine volle Streckung, und an einem Ort, an dem deine Katze sich ohnehin gern aufhält. Mehrere Kratzmöglichkeiten im Haushalt sind besser als eine einzige, und Sisal wird meist lieber angenommen als Teppich.

Was ausdrücklich keine Alternative ist: das Entfernen der Krallen, oft als Declawing bezeichnet. Dabei werden nicht nur Krallen entfernt, sondern die Zehenendglieder amputiert. Das ist in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz verboten und wird von keiner seriösen Praxis durchgeführt. Auch aufgeklebte Krallenkappen sind aus Tierschutzsicht umstritten, weil sie das natürliche Ausfahren der Krallen behindern.

Was der Tierarzt kostet

Reines Krallenschneiden in der Praxis ist eine kurze, überschaubare Leistung. Teuer wird erst die Behandlung, wenn schon etwas passiert ist. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die für jede Leistung einen Rahmen vom einfachen bis zum dreifachen Satz vorsieht — im Notdienst vom zweifachen bis zum vierfachen, plus 50 Euro Notdienstgebühr. Über den dreifachen Satz hinaus darf auch außerhalb des Notdienstes abgerechnet werden, sofern das vorher schriftlich vereinbart wurde. Diese Faktoren bestimmen, wo du landest:

Kostenfaktor Warum er ins Gewicht fällt
Allgemeine Untersuchung Fällt als Grundleistung bei jedem Termin an.
Krallen kürzen Kurze Pflegeleistung, der günstigste Fall.
Wundversorgung Bei eingewachsener oder eingerissener Kralle: Reinigen, Kürzen, Versorgen.
Medikamente Schmerzmittel, gegebenenfalls Antibiotikum bei Entzündung.
Sedierung und Nachkontrolle Wenn die Katze vor Schmerz nicht mitmacht, plus Kontrolltermin.

Der Unterschied zwischen „einmal kurz kürzen lassen“ und „entzündeten Ballen behandeln, sedieren, nachkontrollieren“ ist erheblich. Das ist das beste Argument für den regelmäßigen Blick auf die Pfoten.

Ehrlicher Tipp von hey malu.
Mach dir das Leben leichter und kontrolliere nicht alle achtzehn Krallen, sondern zuerst die beiden Daumenkrallen. Sie haben keinen Bodenkontakt, nutzen sich nie ab und sind fast immer die, die Probleme machen. Ein kurzer Griff an die Vorderpfoten beim Kraulen reicht. Und wenn deine Katze das Schneiden partout nicht mitmacht: Lass es lieber in der Praxis machen, als es mit Gewalt zu versuchen. Ein Termin alle paar Monate kostet wenig Nerven und deutlich weniger als eine entzündete Kralle, die zu spät entdeckt wurde.

Krallen und Versicherung: der ehrliche Blick

Hier wollen wir nichts schönreden, denn die Antwort ist zweigeteilt.

Das Krallenschneiden selbst ist Pflege und damit keine Versicherungsleistung. Wer eine Tierversicherung abschließt, damit die Krallenpflege bezahlt wird, wird enttäuscht. Das gilt für die Katzenkrankenversicherung genauso wie für den OP-Schutz.

Die Behandlung einer eingewachsenen Kralle ist etwas anderes. Untersuchung, Wundversorgung, Schmerzmittel, Antibiotikum, eine mögliche Sedierung und die Nachkontrolle sind medizinische Leistungen ohne Operation. Dafür ist die Katzenkrankenversicherung zuständig. Der reine OP-Schutz greift erst, wenn tatsächlich operiert wird, und das ist bei Krallenproblemen selten der Fall.

Der entscheidende Punkt: der Zeitpunkt. Besteht bei Vertragsabschluss bereits ein Problem an der Pfote, gilt das als Vorerkrankung und ist in der Regel vom Schutz ausgeschlossen. Weil Krallenprobleme vor allem ältere Katzen treffen und viele Versicherer für den Einstieg eine Altersgrenze setzen, lohnt es sich, früh daran zu denken. Sinnvoll ist eine Absicherung deshalb, solange deine Katze gesund ist.

Wir bei hey malu. versichern dich nicht selbst. Wir vergleichen für dich, welcher Tarif Untersuchung, Behandlung und Medikamente im Ernstfall sinnvoll abdeckt, und sagen dir ehrlich, worauf es ankommt. Weitere Themen rund um deine Katze findest du in unserem Katzen-Ratgeber.

Häufige Fragen zum Krallenschneiden bei Katzen

Wie viele Krallen hat eine Katze?

In der Regel 18: fünf an jeder Vorderpfote und vier an jeder Hinterpfote. Die fünfte Kralle vorne ist die Daumen- oder Afterkralle, sie sitzt weiter oben an der Innenseite und berührt den Boden nicht. Deshalb nutzt sie sich nicht ab und wächst besonders leicht ein. Manche Katzen haben durch Polydaktylie mehr Zehen und damit auch mehr Krallen.

Muss ich die Krallen meiner Katze überhaupt schneiden?

Nicht bei jeder Katze. Freigänger nutzen ihre Krallen durch Klettern und raue Untergründe meist von selbst ab. Wohnungskatzen ohne gut genutzten Kratzbaum und vor allem ältere Katzen brauchen dagegen häufig Unterstützung, weil sie sich weniger bewegen und die Krallen im Alter dicker werden. Kontrolliere die Pfoten alle vier bis sechs Wochen und schneide nur, wenn es nötig ist.

Wie weit darf ich die Kralle kürzen?

Nur die klare, durchsichtige Spitze, mit ein bis zwei Millimetern Abstand zum rosa durchscheinenden Leben, in dem Blutgefäße und Nerven liegen. Bei dunklen Krallen ist das Leben nicht sichtbar. Dann kürzt du in mehreren winzigen Schritten und prüfst nach jedem Schnitt die Schnittfläche. Zeigt sich dort mittig ein dunkler, feuchter Punkt, hörst du auf.

Was mache ich, wenn die Kralle blutet?

Ruhig bleiben und ein bis zwei Minuten mit einem sauberen Tuch Druck auf die Krallenspitze geben. Blutstillendes Pulver oder ein Stift aus der Tierapotheke hilft zusätzlich, deshalb sollte beides schon vorher bereitliegen. Beende die Sitzung danach. Zum Tierarzt gehst du, wenn die Blutung nach etwa zehn Minuten nicht steht, die Kralle abgerissen ist oder sich die Stelle später rötet und schwillt.

Zahlt die Versicherung das Krallenschneiden?

Nein, das Kürzen der Krallen ist Pflege und damit keine Versicherungsleistung. Anders sieht es aus, wenn eine Kralle eingewachsen ist und behandelt werden muss: Untersuchung, Wundversorgung, Schmerzmittel, Antibiotikum und eine mögliche Sedierung sind medizinische Leistungen ohne Operation und damit ein Fall für die Katzenkrankenversicherung. Wichtig ist der Zeitpunkt, denn ein bereits bestehendes Pfotenproblem gilt als Vorerkrankung und ist ausgeschlossen.

Wie oft muss man die Krallen einer Katze schneiden?

Bei Wohnungskatzen und älteren Katzen lohnt sich alle vier bis sechs Wochen ein Blick auf die Pfoten. Geschnitten wird aber nur, wenn die Krallen wirklich zu lang sind, nicht nach festem Zeitplan. Freigänger nutzen ihre Krallen meist von selbst ab, hier reicht eine gelegentliche Kontrolle, vor allem der Daumenkralle.

Tut das Krallenschneiden einer Katze weh?

Nein, wenn du nur die durchsichtige Spitze kürzt und Abstand zum rosa durchscheinenden Leben hältst, spürt deine Katze nichts, dieser Teil ist gefühllos wie unsere Nagelspitze. Schmerzhaft wird es erst, wenn man ins durchblutete Leben schneidet. Deshalb im Zweifel lieber zu wenig als zu viel und in kleinen Schritten.

Womit schneidet man die Krallen einer Katze?

Am besten mit einer speziellen Krallenschere oder Krallenzange für Katzen. Eine normale Nagelschere für Menschen ist ungeeignet, weil sie die Kralle eher quetscht und splittern lässt. Das Werkzeug sollte scharf sein, ein stumpfes ist die häufigste Ursache für ausgefranste Krallen. Leg dir vorsorglich ein blutstillendes Mittel bereit.

Was passiert, wenn man die Krallen einer Katze nicht schneidet?

Werden zu lange Krallen nicht gekürzt und nutzen sich nicht ab, wachsen sie im Bogen weiter und können in den Ballen einwachsen. Das ist schmerzhaft und passiert am häufigsten bei der Daumenkralle und bei älteren Katzen. Eine eingewachsene, entzündete Kralle ist dann kein Pflegethema mehr, sondern ein Fall für den Tierarzt.

Illustrierte zufriedene Katze mit gepflegten, gekürzten Krallen
KATZEN-RATGEBER

Mehr rund um deine Katze

Wenn dich das Krallenthema hergeführt hat, findest du hier weitere Ratgeber rund um deine Katze: Kastration und Kosten, die Katze im Sommer, FORL, Niereninsuffizienz und alle Themen im Katzen-Ratgeber.

Alle Ratgeber findest du im Katzen-Ratgeber.